Unterrichtsmethoden Bereits vor über zehn Jahren haben Lehrkräfte unserer Unterrichtsmethoden Bereits vor über zehn Jahren haben Lehrkräfte unserer schule-stockflethweg.de
Unterrichtsmethoden
Bereits vor über zehn Jahren haben Lehrkräfte unserer Schule im Rahmen des offenen Unterrichts die Methode der „Werkstattarbeit“ angewandt und versucht, damit das selbstständige und individuelle Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Inzwischen hat sich diese Arbeitsform weiter verbreitet und ist Bestandteil der Unterrichtsarbeit in allen Klassen geworden. In erster Linie setzen wir diese Methode im Sachunterricht ein. Sie findet aber auch Platz im Mathematikunterricht und sogar im Anfangsunterricht der ersten Klassen. 


Im Schuljahr 2007/2008 hat das Kollegium Werkstätten für jede Klassenstufe erarbeitet und sie so aufbereitet, dass sie jederzeit in den Klassen eingesetzt werden können. Zurzeit steht uns ein Fachraum für Sachunterricht zur Verfügung, in dem einzelne Werkstätten aufgebaut und von verschiedenen Klassen genutzt werden können. So gibt es z. B. Werkstätten zu den Themen „Europa“ (Kl. 4), „Magnetismus“ (Kl. 2/3), „Jahreszeiten“ (Kl. 1 – 3), „Meine Zähne“ (Kl. 2) oder „Igel“ (Kl. 1).
Was ist Werkstattunterricht?
In unseren Werkstätten gibt es (meistens) keinen Hammer und keinen Hobel, aber wie in einer richtigen Werkstatt …
  • wird an verschiedenen Aufgaben gearbeitet.
  • arbeiten die Schülerinnen und Schüler allein, zu zweit oder in kleinen Gruppen.
  • arbeiten sie meist selbstständig.
  • kann der „Chef“ (Spezialist) oder auch der Lehrer um Hilfe gebeten werden.
  • haben die „Arbeiter“ einen Plan ( mit Pflichtaufgaben und freiwillige Aufgaben), der in einer
  • bestimmten Zeit „abgearbeitet“ werden muss (zumeist etwa 3 – 5 Wochen).
  • wird täglich (allerdings „nur“ 1 – 2 Stunden) darin gearbeitet.
  • werden die Arbeitsergebnisse vom „Chef“ oder auch vom Lehrer überprüft.
         
 
 
Der Werkstattunterricht hat viele Vorteile:
  •  Er fördert die Selbständigkeit, Selbstverantwortung und das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler
  • Er ermöglicht ein individuelles Lernen.
  • Er erlaubt ein Lernen nach eigenem Tempo.
  • Er verringert Über- und Unterforderung.
  • Er unterstützt Kinder dabei, das „Lernen“ zu lernen.
  • Er fördert das soziale Lernen, weil die Kinder von ihren Mitschülern lernen und sie sich oft gegenseitig unterstützen müssen.
  • Er gibt der Lehrerin/dem Lehrer Zeit zur Beobachtung der Kinder und Zeit für individuelle Förderung.
  • Er erlaubt eine gute Ausnutzung anspruchsvoller und teurer Arbeitsmaterialien, weil diese nacheinander genutzt werden können und nicht in Klassenstärke vorhanden sein müssen.
 
 
Hermann Finke